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Die sofort ausgeschriebene Kapellmeisterstelle wurde schließlich an den damals bereits 61-jährigen
Andreas Kraus vergeben. Er war damals Tambourmajor beim „Ersten Tiroler Kaiserjägerregiment“ in Innsbruck, dem er 1896 beigetreten war, und erlebte mit dieser Kapelle die Glanzzeiten der k.u.k Armee in vollem Ausmaß. Unter anderem spielte Kraus sogar vor Kaiser Franz Josef.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam der gelernte Steuerberater nach Hall in Tirol (Solbad Hall) und gründete aus den Überresten einer Feuerwehrmusik mit 10 Mann die "Speckbacher Musikkapelle". Diese Kapelle entwickelte sich in kürzester Zeit zu einer der bekanntesten und renommiertesten Blasmusikkapellen in ganz Tirol und gewann auch mehrere Preise.
In Hall gründete Kraus auch eine städtische Musikschule, wo er gut besuchte Kapellmeisterkurse abhielt.
Am 1. April 1937 übernahm er dann den Taktstock in der Stadtmusik Kitzbühel. Auch in Kitzbühel bewies er sein großes Talent als Arrangeur und setzte zB "Die Moldau" für Blechblasmusik. |