Die Unterinntaler Tracht

 

Die Marketenderinnen der Stadtmusik tragen die Unterinntaler Tracht, die unter Gertrud Pesendorfer Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Diese besteht aus einem Mieder, welches aus einem roten Wollbrokat in sich gemustert ist, und wird durch eine blaue Wollschürze ergänzt. Zu den wichtigsten Merkmalen der Unterinntaler Tracht zählen:

 

Der Lebensbaum
Den Rücken der Tracht schmückt ein aufgenähter Lebensbaum. Dazu verwendet man Börtchen oder schwarze Samtbänder, an deren Außenkante ein Goldfaden niedergenäht wird.

 

Der Brustlatz
Farbige Blüten- und Lebensbaummotive spiegeln sich am Brustlatz der Tracht wieder. Oft befand sich als Ausgangspunkt des Lebensbaumes ein Herz oder ein Korb mit Samen, woraus wieder Blumen als Symbol für ewiges Leben wuchsen.

 

Das Bördle
Der Ausschnitt der Tracht wird parallel zum Passepoil mit einem farblich abgestimmten Börtl verziert. Im Anschluss befinden sich die goldenen Schnürhaken. Unsere Tracht ist eine Schnürtracht und wird ausschließlich mit einem Schnürband geschlossen.

 

Der Passepoil
Die Abschlusskanten sind mit dazu passendem Stoff, schwarzem Samt oder Seide passepoiliert. Der Paspel ist eine Schmucknaht, welche die Konter und den Schnitt der Tracht betont.

 

Der handgereihte Rock
Der schwarze Wollrock wird von Hand in gleichmäßige Stehfalten von fünf bis sieben Reihen gezogen. Dadurch entsteht ein unverkennbares Merkmal einer Originaltracht mit guter Verarbeitung.

 

Bluse und weitere Accessoires zur Tracht
Die Bluse besteht aus einem weißen Leinenstoff mit Dreiviertelärmel, die Spitze aus Häkelspitzen. Zur Tracht werden weiße Strümpfe und schwarze Schuhe mit einer Manschette getragen. Die Musikjacke ist jeweils mit einer Lyra am Ärmel versehen. Eine Kropfkette mit einem prächtigen Mittelstück um den Hals, komplettiert
die Tracht.